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Materialtechnische und bauphysikalische Optimierung von Infraleichtbeton

Zukunftsfähige Baustoffsysteme für eine CO₂-reduzierte Bauweise
Der Gebäudesektor verursacht einen erheblichen Anteil der nationalen Treibhausgasemissionen. Neben der Energieeffizienz im Betrieb rücken zunehmend auch die Emissionen der Bauphase in den Fokus – insbesondere die CO₂-intensive Herstellung von Zement und Beton.

Vor diesem Hintergrund entwickeln wir mineralische Baustoffsysteme, die tragende, bauphysikalische und konstruktive Funktionen integrativ verbinden und gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck in der Bauphase reduzieren. Im Zentrum stehen nachhaltige Infraleichtbetonsysteme, die Dauerhaftigkeit, Wärmeschutz und Feuchtesicherheit in einem monolithischen Bauteil vereinen.

Unsere Entwicklungsarbeiten konzentrieren sich auf:

  • CO₂-reduzierte Bindemittelsysteme

  • optimierte mineralische Zusatzmittel

  • gezielte Steuerung von Porenstruktur und Feuchtetransport

  • hygrothermisches Verhalten im Bauteilmaßstab

  • langlebige monolithische und hybride Bauweisen

    Ein wesentlicher Bestandteil dieser Forschung ist die materialtechnische Optimierung der Gefügestruktur. Durch eine eigens entwickelte IBT-Technologie können Frischbeton- und Erhärtungsprozesse präzise gesteuert werden. Dadurch wird es möglich, das Verhältnis zwischen Wasseranspruch, Porenbildung, Festigkeit und Wärmedämmleistung gezielt zu beeinflussen.

    Auf diese Weise lassen sich typische Zielkonflikte poröser mineralischer Baustoffe neu bewerten und materialeffiziente Systeme mit hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und verbesserten bauphysikalischen Eigenschaften realisieren.

    Ein weiterführendes Forschungsprojekt zur wissenschaftlichen Vertiefung dieser Ansätze befindet sich derzeit in der Förderprüfung.